Donnerstag, 27. Juli 2017

Brilliant Billy Chang - Dope King of London



Der Londoner Stadtteil Limehouse
wurde vor allem durch eine
lange Reihe von Schauergeschichten 
um dämonische, chinesische
Erzschurken, allen voran
Dr. Fu Manchu,
bekannt.




Die Schauspielerin  
Florenz Leonora "Billie" Carleton
 (1896 - 1918)
wurde am 28. November 1918
tot in ihrer Suite im 
Savoy Hotel aufgefunden.
Angeblich  starb sie an 
einer Überdosis Kokain.
Sie gehörte zu einem Kreis
von "Flappers", wie moderne,
lebenslustige Mädchen
 damals hiessen.
Zu dem Kreis gehörte etwa
auch die "Tiger Woman"
Betty May, die als Halbweltgrösse,
Mitglied der Pariser "Apaches"
 und zeitweilige Weggefährtin
Aleister Crowleys
grössere Bekanntheit erreichte.
Als "Dope Darling"
 wurde sie im Buch
von Leda Burke verewigt.





Die Drogen stammten
ursprünglich von Ada
Ping You, der schottischen
Ehefrau eines Chinesen.
Billie Carletons  Tod
war der Auftakt zu einer
jahrelangen Skandalkampagne
gegen  Drogen und einem
 genüsslichen Wühlen 
im moralischen Sumpf in dem
diese gebräuchlich waren.




Zu einer Hauptfigur
sollte der unter dem Namen 
"Brilliant Billy Chang "
berüchtigt gewordene 
Restaurantbesitzer
 Chan Nan werden.




"Brilliant Billy Chang 
wurde 1886 in Kanton geboren und kam
um 1913 nach England
und eröffnete ein Restaurant in Birmingham.
Er begann mit allerlei Drogen zu handeln und 
verlegte sein Tätigkeitsfeld nach London.





 Chang, offenbar charmant und
vom Duft des Exotischen umweht,
 hatte  bald einen weitläufigen 
Kundenkreis, der hauptsächlich
 aus jungen Mädchen bestand, ...




...die er mit handgeschriebenen Einladungen
 zum Essen einlud um sie dann anschliessend
zu unaussprechlichen Dingen zu verführen.
"Broken Blossoms" hiessen die Mädchen
im damaligen Jargon.




Am 6. März 1922 verstarb dann 21 jährig, 
Freda Eileen Kempton, an 
 an einer Überdosis Kokain.
Offenbar war 
Billy Chang der Lieferant.




Die Skandalpresse überschlug sich.
Die Gerüchteküche brodelte hoch.
Chang bediente alle Stereotypen
und Vorurteile.




Die Mischung von "gelber Gefahr",
 Drogen und
Sex mit weissen Mädchen,
"white slavery",...




...  machten aus Chang 
einen zweiten Dr. Fu Manchu.




Er zog sich nach Limehouse zurück,
eröffnete ein neues Restaurant
und bald pilgerte
ein Schwarm glamouröser
 junger Frauen
ins düstere Viertel.



Comic von Trina Robbins


Die Skandale um ihn hörten
 nicht auf und wurden
von der Klatschpresse
eifrig kolportiert.




Die amerikanischen
Zeitungen machten aus
ihm die "Limehouse Spider" und 
bauschten ihn zum dämonischen
Herrn eines internationalen
Rauschgiftrings auf.
Nach einer kurzen
 Gefängnisstrafe wurde 
Chang ausgeschaft und lebte fortan 
als "Dope Emperor" von Europa
vor allem in der Phantasie
der Leute weiter.




Man wollte ihn in
Frankreich, Belgien und
der Schweiz gesehen haben.
Andere berichteten, dass die
 französische Polizei ihn in Hongkong
aufgespürt habe, blind vom
übermässigen Konsum 
seiner Teufelsdrogen.
Andere wiederum behaupteten,
 dass dies nur eine List von
ihm war, um die Polizei 
auf eine falsche Fährte zu locken.
Jedenfalls blieb die
Faktenlage unsicher.




Sax Rohmer, der Schöpfer
des Dr. Fu Manchu fühlte sich aber ganz in
seinem Element und veröffentlichte 
einige Geschichten, die mehr oder
weniger an das Leben
Changs angelehnt waren.



Mittwoch, 26. Juli 2017

Danger in Chinatown



Glenn Cravath

Wieder einmal ein paar 
schröckliche Bilddokumente
aus der geheimnisumwitterten 
Welt der „Chinatowns“
 rund um die Welt, ...





Alberto Giolitti
"Have Gun, Will Travel"
Dell Comics 983



... oder vielmehr, wie sich 
phantasiereiche Illustratoren
diese Welt  der Opiumhöhlen, ,...




John Richard Flanagan 
“Fu Manchu’s Daughter” 
aus Collier’s, Magazine 
vom  3, Mai 1930, 




... bevölkert von düsteren 




Edd Cartier




... allen voran der
„Insidious Dr. Fu Manchu“ ,
vorstellten.




Eine Brutstätte
unaussprechlicher Laster...




... und diabolischer Verbrechen.







Dienstag, 25. Juli 2017

Montag, 24. Juli 2017

Buffalo Bill Media Star




Buffalo Bill war in
vielerlei Hinsicht
"Larger than Life".
Eine Kunstfigur,
die in ihren Glanzzeiten
wohl zu den bekanntesten
Männern
der Welt gehörte.
Eine lebende Legende.
Eine Art Popstar
des 19. Jahrhunderts.




Zu Lebzeiten und noch
 Jahrzehnte nach seinem Tod, ...





... geisterte Buffalo Bill omnipräsent
in Dime Novels,
auf Zigaretten und Kaugummibildchen,
als Comic, - Roman, -
und Filmheld  herum.





Diese kleine Bildauswahl 
mag eine Vorstellung 
davon geben, wie prägend
sein Einfluss auf das Bild
vom Wilden Westen 
für Generationen war.










1984 erschienen, immer noch lesenswert.
"This Old Bill" von Loren D. Estleman.
Estleman zeichnet das an Abenteuern 
reiche Leben Cody's nach und zeigt, wie Cody 
sich allmählich in der Kunstfigur
Buffalo Bill verfängt.
Historische Wahrheit und Flunkerei, 
Legende und Mythos
vermischen sich in faszinierender Weise.
1986 deutsch in der Heyne Western
Reihe  








"The Life Of Buffalo Bill" 1912




Mit dem sicheren Instinkt
des Showmans erkannte Cody
die Möglichkeiten des
 Mediums Film
und so versuchte er,
seine Erfolgsformel
auf das neue Medium
zu übertragen.
Allerdings haperte es
mit demVertrieb.




Bereits in Stummfilmen
wie "The Iron Horse" 1924
tauchte die Figur Buffalo Bills auf
und in einer Vielzahl
von späteren filmen
war die Figur zumindest in
einer Nebenrolle zu finden.





In "The Plainsmen"
wurde sein Name oft
anstatt des Originaltitels
auf den Plakaten
genannt,
Wohl wegen des grösseren
Bekanntheitsgrades.




1944 mit Joel McCrea
in der Titelrolle.




Anthony Quinn spielt
 einen Indianer.
Noch wird Buffalo Bill
als edelmütiger Held, 
als Ritter der Prärie
und Freund der Indianer
dargestellt.





Der "Lone Ranger" Clayton Moore,
diesmal als Buffalo Bill. 1952




"Pony Express" 1954.
Charlton Heston
spielt den jungen  Buffalo Bill.







Ein fast vergessener
"Krautwestern"
aus dem Jahr 1965,
der abgesehen vom Namen
nur wenig mit Buffalo Bill
zu tun hat.




Ex -Tarzan und Held der Sandalenfilme
Gordon Scott mimte Buffalo Bill 1964 in 
einer deutsch - französisch- italienischen
Ci Produktion.





1975 mit Paul Newman
in der Titelrolle und einem
 langen Staraufgebot
in den Nebenrollen macht sich
Regisseur Robert Altman,
dem damaligen Zeitgeist gehorchend,
 lustvoll daran,
den Mythos des Westens zu
demontieren und die  amerikanischen
Legenden als Lügengeschichten
zu entlarven.






Comic Legende Hansrudi Wäscher zeichnete
Buffalo Bill für den Bastei Verlag.
Erst als Einzelepisoden  (1970)
in den "Lasso Western"
 dann in einer eigenen Reihe
fast 150 Hefte lang bis 1984.





In einem Folgeartikel will
 sich die "Sprechblase"
mit diesen Aspekten von Cody's Wirken
und Wirkung näher auseinandersetzen.