Mittwoch, 22. März 2017

Buch der Schatten- 120 /121




Deutet sich hier ein Zusammenhang 
mit Kerim Bey's dusterer Vergangenheit,
seiner Beziehung zu der Contessa
und dem "Dämon der Wüste" an ?

Dienstag, 21. März 2017

Chuck Berry - RIP




Charles Edward Anderson Berry,
besser bekannt als 
„Chuck“ Berry , 
ist im Alter von neunzig 
Jahren  verstorben.




Chuck Berry 
( 18. Oktober 1926 - 18. März 2017 )
war sozusagen der Mann, der die 
“ Rock’n Roll  Music  “erfand”.




Er schrieb eine lange Reihe 
absoluter Song - Klassiker.

Er war es, der die Gitarre
 als DAS Instrument der
Rockmusik etablierte.




Er schuf einige der 
berühmtesten Riffs und Licks
 und auch seine Texte 
waren stilbildend.




Der "Duckwalk",
der ihm angeblich
vom Zeitreisenden...




... Marty McFly vermittelt
worden war, wurde
sein Markenzeichen.




Er prägte den frühen "Surf Sound"
der "Beach Boys"...







... und sein Einfluss auf die folgende
Generation ...






...der




... kann gar nicht 
überschätzt werden.





Selbst Keith Richards erhielt von
ihm Gitarrenunterricht.

Kurzum, er prägte das
 20. Jahrhundert mit.


Marian Kaminsky

Montag, 20. März 2017

Jack Youngblood - Bitterer Zucker




Dass es solche 
abenteuerlichen Figuren,
wie im gestrigen Blog beschrieben, 
nicht nur im Roman, sondern
auch in Wirklichkeit 
gab, mag vielleicht
Jack Youngbloods Buch
"Bitterer Zucker"
illustrieren.

In den 1990er Jahren
 stolperte ich über 
ein Buch, das mir irgendwie
 bekannt vorkam.
Jack Youngbloods zusammen mit 
Robin Moore verfasstes Buch
“Bitterer Zucker” 
( (The devil to pay, 1961))
war Anfang der 1960er Jahre 
als Tatsachenbericht 
über Fidel Castro und die
 kubanische Revolution 
in einer deutschen Illustrierten 
( ich weiss nicht mehr welcher)
abgedruckt worden.




Soweit ich mich erinnern kann, der
erste ausführlichere Hintergrundsbericht
über die Barbudos. 




Damals wusste man 
wenig über die bärtigen Revolutionäre,
brachte ihnen aber eine gewisse
Sympathie entgegen.
Noch ahnte man nichts von
der Kubakrise, die die 
Welt ein paar Jahre später
an den Rand eines Dritten Weltkriegs
bringen sollte.




Cuba litt in den 1950er Jahren
unter der grausamen Herrschaft 
des durch und durch korrupten
Fulgencio Batista y Zaldívar 
( 16. Januar 1901 - 6. August 1973)




Die amerikanische Mafia 
und die Kosher Nostra um 
 Meyer Lansky ...




... bauten sich mit
Glücksspiel, Alkohol
 und Prostitution
ein Imperium in Kuba auf.




Youngblood, ehemaliger Flieger
 der sich nun als Söldner verdingt,
nimmt  auf der Ranch Santa Clara bei Chalco
 in Mexiko Kontakt mit Fidel Castro auf,
der Batista's Regime stürzen will. 
Youngblood besitzt  gute Kontakte zu 
Waffenhändlern in den USA und bekommt
von Fidel  den Auftrag Waffen 
 nach Kuba zu schmuggeln.
Youngblood ein “Soldier of Fortune”mag  
zwar keine Kommunisten, 
aber Geld stinkt nicht.




Einer der grössten Waffenhändler
 jener Zeit war
Sam Cummings, der, 
angeblich im Auftrag der CIA,
1957 Waffen an Castro lieferte.







Ueber Youngblood selbst habe ich keine 
weiteren Informationen finden können.

Aus heutiger Sicht ist der 
objektiv - historische Gehalt
 des Buches wohl zweifelhafter Natur.
Youngblood erzählt die
 Geschichte aus seiner
höchstpersönlichen Sicht.





Co-Autor Robin Moore,
 ebenfalls eine 
schillernde Figur,
schrieb später die 
Vorlage zum Kriegsfilm
 “Die grünen Teufel” 
von und mit John Wayne, für 
dessen Recherche er 
mit einer Sondererlaubnis
 in den Reihen der
 Special Forces, 
den  "Green Bereits",
 in Vietnam kämpfte. 

Ebenso aus seiner
 Feder stammt
”The French Connection “
der von Regisseur 
William Friedkin 1971 
verfilmt und  
mit fünf Oscars
ausgezeichnet wurde.




Das Kuba jener Jahre war, wie 
auch andere Karibikinseln,
Schauplatz mehrerer 
Agentengeschichten.
In der Dominikanischen
 Republik herrschte
der Trujillo Clan,
für dessen  Luftwaffe  Cummings
25 De-Havilland-D.H.100-Vampires
 aus Schweden  organisierte,
wohl Inspiration für
Gavin Lyalls "Shooting Script"
(Juli, pass auf)
und Victor Cannings
"A delivery of furies"
"Raub der Furien"




... auf Haiti der berüchtigte
 Papa Doc Duvalier.
Graham Greene
"Die Stunde der Komödianten" 1966



 Graham Greene
"Unser Mann in Havanna" 1958 ...




... verfilmt mit Alec Guiness.

 Auch Buonapart Ignace Gallio,
besser bekannt als  Bösewicht
Mr. Big aus Flemings
“Leben und sterben lassen”
ist zumindest in Haiti geboren.




 Scaramanga, der 
Bösewicht in Ian Flemings 
verbrachte einige Zeit  als 
Mafia -Vertreter in Kuba.
1959  begann er 
heimlich seine  Arbeit als
 ”Vollstrecker” für für Fidel Castro.


spielt zwar in Jamaika , 
der Bösewicht, von Hammerstein,
 ein ehemaliger Gestapo - Offizier,  
warder Chef der Spionageabwehr des 
kubanischen Geheimdienstes
unter Batista.



Kaliber 50 1961
von Robert Sheckley.

Leon Uris "Topas" 1967
von Hitchcock ein
Jahr später verfilmt.
oder ...




... Philip Kerr: Mission Walhalla 
mit dem deutschen Ex - Kommissar
 Bernie Gunther.


Sean Connery drehte 1979
 einen Film "Cuba"
über jene Jahre

Sonntag, 19. März 2017

Britische Abenteuerthriller




Die Jahre kurz vor oder  nach dem 
Zweiten Weltkrieg brachten eine
 Spielart des Abenteuerromans hervor,
die die Tradition des britischen
Abenteuerromans des 19. Jahrhunderts
ins 20. Jahrhundert zu
übertragen versuchte und
 die  heute fast in
Vergessenheit geraten ist.




Rudyard Kipling, ...





... aber auch John Buchan standen Pate.
 Einige Werke von
können dazu gezählt werden.




Vielleicht  auch
 Captain W. E. Johns "Biggles"?

Oft waren es britische Autoren,
deren Helden  etwa ehemalige 
Piloten oder Seeleute,
Weltenbummler
und Abenteurer,
vom Krieg aus der Bahn
 geworfen oder durch 
andere Launen des
 Schicksals in ferne 
Lande verschlagen,
 unglaubliche Abenteuer erlebten.
Vor  exotisch 
schillernden  Hintergründen
wie dem Balkan, dem
auseinanderbröckelnden 
britischen Empire oder
südamerikanischen Bananenrepubliken 
wurden sie in finstere 
Verbrechen, eine Schatzsuche oder 
verzwickte Komplotte und 
Spionageaffären  verwickelt.

Manchmal waren es  abenteuerliche
Kriegserzählungen um waghalsige
 Kommandounternehmen,-
jedenfalls waren sie immer spannend.

Die Bücher waren, in immer 
neuen Auflagen,  jahrzehntelang 
Bestandteil  jeder
Bahnhofskioskauslage.





Die Grenzen zum Agententhriller
 waren oft, wie etwa  bei 
Eric Ambler  fliessend.
 ( 28. Juni 1909 - 22. Oktober 1998 
oder 




Berkeley Mather. 
( 25. Februar 1909 - 7. März 1996)...




... der u.A. auch am Drehbuch
zum ersten James Bond 
Film "Dr. No" beteiligt war. 






Ian Fleming übernahm so manches
dieser Rezeptur
für seine James Bond Romane.




Am bekanntesten dürfte vielleicht
heute  noch  Alistair MacLean
 ( 21. April 1922 - 2. Februar 1987)
 mit seinen Kriegsabenteuern sein.




Rasant geschrieben,
mit klar gezeichneten
Charakteren und mit
buntem Lokalkolorit
durchsetzt, wurden
etliche Romane auch verfilmt.


Zu diesen Autoren
 gehörten etwa
auch :




Victor Canning 
( 16. Juni 1911 - 21. Februar 1986 )





... der auch ein bekannter
 Krimiautor war,




Francis Clifford, 
 (1 Dezember 1917 – 24 August 1975)





Hammond Innes 
( 15. Juli 1913 - 10. Juni 1998 i)




  Desmond Bagley,  
( 29. Oktober 1923-12. April 1983 i



Gavin Lall 
( 9. Mai 1932 -18. Januar 2003)





Auch einige Romane von
können in diese 
Kategorie gezählt werden.




Und als  letzte Überlebende
dieses Genres können vielleicht  
Jack Higgins, 
 geboren am 27. Juli 1929 ...





... und Wilbur Smith  
geboren am 9. Januar 1933
genannt werden.


Heute sind Viele dieser 
Romane  in Vergessenheit geraten.
Die Welt in der sie
spielten ist untergegangen, liegt
aber noch nicht solange zurück um
bereits als historisch
empfunden zu werden.

Die Helden wirkten  einfach
nur noch etwas altmodisch.

Im Internetzeitalter  haben
 die Autoren bislang 
nur spärliche Spuren hinterlassen.
Ihre Bücher sind  in der Versenkung
 verschwunden und werden oft
nicht einmal mehr 
antiquarisch angeboten.

Exotische Schauplätze verloren
in Zeiten des beginnenden
Massentourismus
an Attraktivität. Der Kalte Krieg
löste den Zweiten Weltkrieg
als Hintergrund ab.