Sonntag, 22. Januar 2017

Samstag, 21. Januar 2017

Kung Fu Western 2




Den grossen Durchbruch der 
asiatischen Kampfkünste 
in Verbindung mit dem 
Western brachte  die TV- Serie
"Kung Fu" (1972 -1975).
Es gibt die umstrittene Behauptung,
dass die Idee zu Serie von Bruce Lee
stammt, der auch die Hauptrolle
übernehmen sollte, angeblich wegen
seines Akzents
aber abgelehnt wurde.




Man kann nur davon träumen, was aus der Serie
mit Lee in der Titelrolle geworden wäre.
Stattdessen ging die Rolle des Shaolinmönchs
Kwai Chang Caine an David Carradine,...




...über dessen Schwächen in Sachen
"Martial Arts" auch schnelle Schnitte
nicht hinwegtäuschen konnten.



Trotzdem traf die Serie den 
Zeitgeist und ein 
wahres Kung Fu Fieber
brach aus.




Carl Douglas nahm einen weltweiten
Erfolgshit mit dem Titel "Everybody
 is Kung Fu Fighting" auf.



Die Serie wurde auch
verschiedentlich
als Comic aufbereitet.








In Deutschland brachte der 
Bastei Verlag, nebst einer 
Comicserie auch eine an
die TV Serie vage angelehnte  
Kung Fu Western - Heftromanserie
heraus, die es auf 43 Bände brachte.




Jahre später, in "Kung Fu-The Movie"
verkörperte dann
Bruce Lee's Sohn Brandon,
Carradines bzw Caines Sohn.



Irgendwie hielt aber diese
Begegnung
nicht, was sie versprach.




In ähnlichem Fahrwasser
bewegten sich die "Billy Jack" Filme,
in dem Westenmotive
und fernöstliche Kampfkunst, 
in diesem Fall Hapkido
erfolgreich gemixt wurden.




Die Jahre vergingen und
hie und da
versuchte man aus
 dem an und für sich
spannenden Motiv
"Eastern meets Western"
einen brauchbaren Film zu
machen. Aus unerfindlichen Gründen 
scheiterte das Ansinnen aber meist,
selbst wenn Erzschurken wie
Lee van Cleef mit
von der Partie waren.




Im Jahre 2000 wurde das Motiv 
noch einmal komödiantisch 
von Jackie Chan und Owen Wilson
in dem durchaus amüsanten,
mit Zitaten und Anspielungen
 gespickten Film 
"Shanghai Noon"aufgegriffen.




Und in dem Remake (2016)




... ist mit Byung Hung Lee
einer der Darsteller asiatischer Herkunft.



Wobei sich ein Kreis
zu schliessen scheint.

Freitag, 20. Januar 2017

Kung Fu Western 1




Der Titel dieses Blogs
ist insofern irreführend,
weil der Einfluss des “Eastern” 
auf den “Western”
 erheblich vielfältiger ist.
Der erste Einfluss waren
die japanischen Samuraifilme.




Bereits “The Magnificent Seven” basierten
auf der japanischen Filmvorlage.
”The Seven Samurai “(1954)
von Akira Kurosawa.




Ebenso griff Sergio Leone für 
auf Yojimbo (1964
zurück  und "Rashomon" (1950)  diente 
als Vorlage der eher
unglücklichen Verfilmung...





..."The Outrage" (1964) von Martin Ritt
mit Paul Newman .




Um 1960 brachten verschiedene 
Western TV  Serien etliche Episoden
 mit asiatischstämmigen
Guest Stars.




Abgesehen von  Figuren wie
 “Hop Sing” in Bonanza




oder “Hey Boy” und




“Hey Girl” 
die hinwiederum wenig mit
Martial Arts zu tun hatten, traten  
asiatische  Helden  allerdings 
 nur in Einzelepisoden auf.

Wagon Train ("The Sakae Ito Story", 1958)




Robert Kino in
 Wanted: Dead or Alive ("Black Belt",  1960),






Hin und wieder  spielten asiatische
Kampfkünste
dabei eine Rolle.
Laramie ("Dragon at the Door", 1961)




Bonanza ("Day of the Dragon", 1961)




Cheyennne ("Pocketful of Stars", 1962)
Rawhide ("Night of the Geisha", 1963)





 ("The Sixteenth Cousin", 1963),
In “The Wild, Wild West” hatte Agent , Jim West 
offenbar in China und Japan Kampfkunst studiert, 
was in verschiedenen Folgen angedeutet wurde






 "The Night the Dragon Screamed" (1966), 
"The Night of the Samurai" (1967), 
"The Night of the Camera" (1968), 
und "The Night of the Pelican" (1968).




Mit der ersten Kung-Fu Filmwelle 
um 1970  wurde das Thema der
Kriegskünste auch erneut im Westernfilm 
 aufgegriffen.
Wobei die asiatischen
Kämpfer entweder Samurai waren, die es in
den Wilden Westen verschlagen hatte...






...oder chinesische Kung Fu Meister.




In den wenigsten Fällen
wurde mehr als Dutzendware daraus.
Meist waren es leider
unsäglich schlecht gemachte
Spaghettiwestern, ...




... die nur darauf aus
waren, mit der Sensation aus
dem fernen Osten dem
langsam dahinserbelnden
 europäischen Western
neues Leben einzuhauchen.


Teilweise versuchte auch die grösste
 Produktionsfirma Hongkongs
um Run Run Shaw westliche Märkte zu erobern.




Einen  Versuch, mit hochkarätigen
Stars wie Ursula Andreas, 
Charles Bronson,
Alain Delon und Toshio Mifune
 in den Hauptrollen, wagte
 Terence Young mit ”Red Sun” 1971
wo Toshiro Mifune als Samurai im 
Westen ein gestohlenes Schwert suchte
und damit ein direkter Bezug
zum Samuraifilm hergestellt
wurde. Leider vermochte der
Film die hochgesetzten Erwartungen
nicht zu erfüllen.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Mittwoch, 18. Januar 2017

Deathwind - Lew Wetzel




Eine andere Hauptfigur
in Zane Grey's "Ohio River Trilogy"
ist der "dunkle Held des Ohio", der
deutschstämmige
Waldläufer Lew Wetzel.
genannt "Deathwind",
"Atelang" oder
"Le Vent de la Mort"
von dem Daniel Boone
gesagt haben soll:
"Next to Lew Wetzel, I was
 but a babe in the woods." 






das mögliche Vorbild für
Coopers "Lederstrumpf",
stammten die Wetzels aus der Pfalz.




Ludwig Wetzel wurde aber
1762 (1763) in Amerika geboren.
Er war das vierte von sieben Kindern,
die Mary Bonnet und John
 Wetzel geboren wurden.
 John Wetzel war ein Pfalz-Emigrant,
 Lewis Mutter stammte aus der angesehenen
 flämischen Hugenottenfamilie Bonnet.
 Im Jahre 1764 zogen die  Wetzels zusammen
 mit einigen der Bonnets,
der Zanes, der Eberles und der
Rosencranzes über die Alleghenies, um auf dem
 "Freien Land", das 1768 nach dem ersten
Vertrag von Fort Stanwix verfügbar
geworden war, zu siedeln.
Allerdings waren die dort lebenden Stämme
nicht in diesen Vertrag eingebunden worden.




Mit dreizehn wurde
Wetzel von Indianern
 angeschossen und entführt,
konnte aber mit seinem
Bruder zusammen fliehen.





Wenige Jahre später tat er sich bei der
Befreieung der Grenzerfrau Rose Frazier hervor,
die von einem Renegaten und von
Indianern entführt worden war.
Von da an galt  er als  unerbittlicher Indianerjäger
und führte das Leben eines
einzelgängerischen Guerillakämpfers.




Das Leben an der Grenze
 war hart und brutal.




Entführungen durch Indianer kamen
häufig vor, wie die Fälle von ...




... Maria le Roy und Barbara Leidinger,
Vierthalb Jahr unter den Indianern”...




... Hugh Gibson, Mary Jemmingson,
John Stark oder dem berüchtigen „weissen
Indianer“ Simon Girty zeigen.





Angeblich erzwang der britische Oberst
Henri Boquet allein 1764  die Auslieferung 
von hundert entführten
Weissen, die aus dem
 Ohio Tal stammten.





Zane Grey's Romane mögen  die Figur
Wetzels  überhöht und romantisierend
zeichnen,...









...  er soll aber eine eindrückliche,
 malerischere auch furchteinflössende
 Gestalt gewesen sein.





Sein rabenschwarzes Haar soll
 ihm bis einen Fuss über dem Boden
 gereicht haben. Ein Hohn gegenüber
allen, die nach seinem Skalp trachteten.




Berühmt war seine Fähigkeit,
sein Gewehr während des Laufens
nachzuladen. 


Dabeneben galt er als
guter Geigenspieler.




Seine Taten, je nach Standpunkt
als Helden- oder Gräueltaten
eingestuft, sind Legende.




Mehrfach wurde versucht,
Wetzel von seinem
 Rachefeldzug abzubringen.




1788 nahm ihn Oberst Joshua Harmer
wegen eines Schusses
auf den Indianer Tegunteh fest.
Wetzel konnte fliehen.
Später wurde er erneut wegen der
Tötung mehrere Indianer
festgenommen, worauf 200 bewaffnete
Grenzer seine Freilassung erzwangen.




Die weissen Siedler betrachteten Wetzel als 
Beschützer, Früherer Bücher neigen dazu,
seine Taten zu glorifizieren.




Neuere Darstellungen zeichnen ihn 
als unerbittlichen Indianerhasser,
soziopathischen Killer und Einzelgänger.

Wetzels Leben kann aber wohl nur 
vor dem Hintergrund 
der Grausamkeiten nach
dem sieben Jahre dauernden "French
and Indian War" und den 
Wirren  der Zeit danach verstanden werden.


Ab 1780 verliert sich Wetzels Spur
in abenteuerlichen Gerüchten.
So soll er u.A. in New Orleans im Gefängnis
 gewesen sein, und 1808 in Mississippi
auf dem Gut seines Cousins
Philip Sykes verstorben
und begraben worden sein.
Später wurde das Grab nach
New Vrindraban West Virginia  umgelegt .




Noch heute ist das "Wetzel County"
in West Virginia nach ihm benannt.








 Die "Whetzle Cave"
einer seiner Schlupfwinkel.
Angeblich wurden die Siedler
im Umkreis durch einen
geisterhaften Truthahnruf beunruhigt.
Jäger, die diesen
Truthahn erlegen wollten,
verschwanden.
Wetzel folgte dem Ruf und
stiess auf die Hose Höhle.
Bald zeigte sich ein Indianer,
der mit einer Art Pfeife
die seltsamen Rufe von sich gab, -
wohl um die Jäger
dann zu überfallen.
Wetzel tötete ihn und machte
 dem Spuk so ein Ende.