Donnerstag, 25. Mai 2017

Star Wars Day




"A long time ago in a
galaxy far, far away....",


Mit diesen magischen Worte,
die an die Einleitung
alter  Märchen erinnert, begann
eine Geschichte, die zu 
einem Meilenstein in 
der Filmgeschichte werden sollte:
"Star Wars".




Am 1. Mai 2007 erklärte
 die Stadt Los Angeles 
den 25. Mai , denTag, an dem der erste 
Star-Wars-Film in den USA 
seine Kinopremiere hatte.
zum Star Wars Day.  Somit ist es also 
heute vierzig Jahre her, seit einer der
grössten Erfolge der Kinogeschichte
seinen Anfang nahm.




George Lucas’ hatte zwar  mit seinen Filmen 
American Graffiti” und “THX 1138” sein
 Potenzial als Filmemacher 
unter Beweis gestellt, der neuen 
Space Opera Idee standen 
aber die meisten Produzenten
und Studios mehr als skeptisch gegenüber.




1975 engagierte Lucas den 
Künstler  Ralph McQuarrie 
dessen  Zeichnungen  entscheidend 
dazu beitrugen, ...





... dass  20th Century Fox
 sich bereit erklärte, die Produktion 
von Star Wars mit 10 Millionen
Dollar zu finanzieren
Lucas verzichtete auf seine Gage und
sicherte sich dafür die
Merchandisingrechte.

Die Einflüsse auf den Film
waren vielfältig.



"Flash Gordon" und ...



... "Buck Rogers"
standen Pate, was alleine 
schon ...




... beim Eingangscrawl
ersichtlich ist.




oder der Dollartrilogie von Sergio Leone
war der Einfluss des
 japanischen Regisseurs ...



 ... Akira Kurosawa überdeutlich.



Japanische Rüstungen und
Schwertkampftechniken
hatten unübersehbaren Einfluss.




Auch bei Leni Riefenstahl
wurden Anleihen gemacht.




Ebenso gemahnte 
die Wüstenlandschaft  an
 John Schönherrs Landschaften zu
Frank Herberts Roman "Dune"...




... den etwa zur gleichen Zeit 
zu verfilmen suchte. 




Auch die Figur von
Chewbacca erinnerte stark an 
ein "Analog" Titelbild von





Der Roboter oder besser Droid
C-3PO könnte aus Fritz Lang 
"Metropolis" entsprungen sein.



Prinzessin Leia's Outfit erinnerte
an ...


... Edgar Rice Burroughs
Marsprinzessinnen...





... und schien direkt aus einem von
Frank Frazettas Bildern zu kommen.




Alte Rittersagen spielten 
mit den  an die Templer erinnernden
Jedi Rittern, deren Laserschwerter ein 
Neuaufguss der magischen Schwerter wie



 Balmung oder 



Excalibur sind, ebenso 
mithinein.


Lucas nennt als wesentlichen Einfluss
Joseph Campells  
(26. März 1904- † 30. Oktober 1987)
Buch "Der Heros in tausend Gestalten"...




... was zeigt, dass er sich
eingehend mit
Mythologie beschäftigt hatte.




Selbst Analogien zu
Mézières Science Fiction
Comic "Valerian et Laureline"
sind nicht von der
Hand zu weisen.

Aber Lucas schaffte es,
aus diesen
altbekannten Zutaten
ein für die damalige
Zeit völlig neues 
Gebräu zu brauen.
Der Erfolg beim Publikum
und an den Kinokassen
gab seiner Rezeptur recht.




Dazu kam die  Tricktechnik, der
von Lucas eigens gegründeten Firma
Industrial Light & Magic (ILM) die
 für die damalige, noch vor-digitale Zeit
sensationell war.





Endlich sahen die Raumschiffe
nicht mehr Zigarrenförmig aus.


Auch hier betrat Lucas nicht völliges
Neuland. Stanley Kubrik  (und die Nasa)
hatten einige Jahre
zuvor Vorarbeit geleistet.

Die Mattebilder der fernen Planeten
schufen



 Joe Pangrazio.,...




Mike Evans...
Frank Ordaz,
Harrison Ellenshaw
und


 Ralph Mc Quarrie.


Mit  Einspielergebnissen, die insgesamt 
 bislang über 6 Milliarden Dollar betragen,
 zählen die Star-Wars-Filme zu den 
erfolgreichsten Werken der 
Filmgeschichte und wurden mit
zehn Oscars ausgezeichnet.. 
Das mit 30 Milliarden Dollar kommerziell
 äusserst einträgliche Star-Wars-Franchise,
 umfasst  Ableger-Filme 
und -Fernsehserien, mehr als 250 
Romane sowie Comics und Spielzeug 

2012 verkaufte Lucas die Rechte an
 Star Wars an die Walt Disney Company. 

PS. Inoffiziell wird auch der
 4. Mai als Star Wars Day
gefeiert. Dies bezieht sich auf
ein Wortspiel um "
Aus "May the force will be with you"
wurde "May, the fourth..."

Mittwoch, 24. Mai 2017

Ludwig Thoma - Der Münchner im Himmel




Alois Hingerl ist der 
 Dienstmann Nr. 172
 im Hauptbahnhof München.
In Erledigung seiner Pflicht trifft 
ihn der Schlag  und er 
kommt als Engel Aloisius
in den Himmel.




"Der Münchner im Himmel"  von
 Ludwig Thoma 
( 21.1.1867 - 26.8.1921)




... um 1911 verfasst, bildete die
 Vorlage für eine kleine Perle
des Trickfilms.




1962 machten  die 
Filmemacher Walter und 
Traudl Reiner  daraus 
der zum Klassiker wurde
immer und immer  wieder im
 Fernsehen gezeigt wird.




Alois' Erlebnisse in himmlischen Gefilden
 liessen damals bei mir erste Zweifel
aufkommen, ob der Himmel  nun 
tatsächlich ein erstrebenswerter, 
nachtodlicher Aufenthaltsort wäre.
Die keltische Anderswelt, 
das germanische Walhalla oder
 die ewigen Jagdgründe  der Indianer 
 erschienen vielversprechender, ...




... als die Aussicht, wie Aloisius 
von acht Uhr früh bis zwölf Uhr
 mittags “frohlocken”
 und von zwölf Uhr
 mittags bis acht Uhr abends
 “Hosianna singen”
zu müssen.




Auch Alois' Begeisterung hält
sich in Grenzen.





“Ja, wann kriagt ma 
nacha was z’trink’n?”
fragte Alois. 
“Sie werden Ihr Manna schon
 bekommen”, sagte Petrus.



“Eurer Manna kennst fei selba saufa!”


Durch sein  lautstarkes „Frohlocken“
 („Ha-ha-lä-lä-lu-u-uh – – Himmi Herrgott 
– Erdäpfi – Saggerament – – lu - uuu - iah!“)
 wird der Herrgott auf ihn aufmerksam
 und kommt zum Schluss,
 dass Aloisius für den Himmel 
nicht zu gebrauchen sei.
 Darum erhält dieser die Aufgabe 
der bayerischen Regierung 
die göttlichen Ratschläge 
 übermitteln,
Dadurch kommt Alois ein
 paar mal jede Woche
 nach München und die
 liebe Seele habe ihre Ruhe.


Alois macht sich also mit einem
 göttlichen Ratschlag auf den Weg und
landet, wie gewohnt zuerst im Hofbräuhaus,
bierselig  seinen Auftrag vergisst und 
 bis zum heutigen Tage dort sitzt.



Und bis zum heutigen Tage wartet
die bayrische Regierung deshalb vergeblich
auf  die göttlichen Ratschläge.

Der letzte Satz brachte 
Thoma damals übrigens 
eine saftige Busse ein.

Dienstag, 23. Mai 2017

Sherlock Holmes - Das letzte Problem





Verschiedentlich 
sind im Verlauf
 unseres Comics
Zweifel aufgekommen,
ob Dr Watsons Schilderung 
der Ereignisse
den Tatsachen entsprechen.

Wer die vollständige
Geschichte, so wie sie
Dr. Watson erzählte,
nachlesen will, findet sie




übrigens noch
"Mariarty" genannt wird.

Holmes erwähnt Watson gegenüber
erstmals den geheimnisvollen
Professor, den
"Napoleon des Verbrechens"
und entwickelt ein 
Verhalten, das schon fast
an Paranoia grenzt.
Er fürchtet sich vor "Windbüchsen",
schildert einen Zwischenfall,
bei dem er beinahe
von einem zweispännigen
Korbwagen überfahren wird,
berichtet von Ziegeln, die
dicht neben ihm aufs Pflaster
krachen und wird von einem
Strolch mit einem Knüttel
angefallen.
Nach seiner
Unterhaltung mit Watson
empfiehlt er sich heimlich  über
die Gartenmauer.

Am nächsten Tag verabreden sie
sich unter allerlei
Sicherheitsvorkehrungen
am Bahnhof.



Holmes, einmal mehr verkleidet:

»Dann hast du also nichts 
von der Bakerstrasse gelesen?«

»Bakerstrasse?«

»Man hat heute nacht
Feuer an meine Wohnung 
gelegt; es hat übrigens nicht
viel Schaden angerichtet.«




Auch auf dem Weg nach Meiningen,
vermutet. er hinter einem Felssturz
einen Angriff auf seine Person

"So erinnere ich mich, daß,
während wir auf unserem Wege über 
den Gemmipaß am Ufer des
düsteren Daubensees einschritten,
ein großes Felsstück, das sich
von dem Abhang abgelöst hatte, 
mit lautem Krachen herab- und
dröhnend hinter uns in den See 
stürzte. In einem Augenblick war
Holmes den Abhang hinaufgestürmt,
 wo er auf einer luftigen Felszacke
stehend, den Hals nach allen 
Seiten reckte. Vergebens
versicherte ihm unser Führer,
 daß Felsstürze zur Frühlingszeit
in dieser Gegend etwas ganz
Gewöhnliches seien."




wird Watson mit einem
gefälschten Hilferuf 
zurück ins Dorf gelockt.




Während seiner Abwesenheit,
so nimmt er an, ist es zu dem
 berühmt-berüchtigten Kampf
zwischen Holmes und 
Moriarty gekommen,
der ganz offenbar mit dem
 Tod der Beiden endete. 


So schlussfolgert Watson zumindest
aus dem von Holmes 
hinterlassenen Abschiedsbrief.






»Mein lieber Watson,« lauteten die Worte, 
»im Begriff, mit Professor Moriarty 
zu einer endgültigen Auseinandersetzung 
über die zwischen uns schwebenden 
Fragen zu kommen, benütze ich die mir 
von ihm freundlichst gewährte Erlaubnis,
 zuvor noch diese wenigen 
Zeilen an Dich zu richten.

»Ich habe soeben von ihm kurzen 
Aufschluß darüber erhalten, wie er es angriff,
 um sich einerseits dem Auge der Polizei 
zu entziehen, andererseits sich über jede 
Bewegung von uns auf dem laufenden
 zu halten. Meine hohe Meinung von
 seinen Geistesfähigkeiten hat dadurch 
lediglich die weitgehendste Bestätigung 
gefunden. Ich darf mich der frohen Hoffnung 
hingeben, daß es mir gelingen werde,
 seinem ferneren Treiben ein Ziel zu setzen, 
nur leider um einen Preis, der allen
, die mir nahe stehen, und besonders Dir, mein 
lieber Watson, schmerzlich sein wird.
 Wie ich Dir übrigens bereits erklärt habe, 
mußte es mit meiner Thätigkeit unter 
allen Umständen zu einer entscheidenden 
Wendung kommen, und der Abschluß, den
 dieselbe nunmehr findet, entspricht völlig 
meinen Wünschen. Ich gestehe Dir ganz 
offen, daß ich den Schwindel mit dem Briefe 
aus Meiringen sofort durchschaute und 
mich mit der festen Ueberzeugung von 
Dir verabschiedete, daß etwas der Art 
darauf erfolgen werde. Dem Inspektor Patterson 
lasse ich mitteilen, daß die Akten,
 deren er zur Ueberführung der Verbrecherbande
 bedarf, sich in dem Fach M in einem
 blauen Umschlag mit der Aufschrift ›Moriarty‹
 befinden. Ueber mein Vermögen habe
 ich vor meiner Abreise von Hause 
umfassende Verfügung getroffen und solche
 meinem Bruder eingehändigt. Mit der Bitte, 
Deiner Gattin meine Grüße zu bestellen,
 verbleibe ich, mein lieber Junge, 
in aufrichtigster Anhänglichkeit

Dein

Sherlock Holmes.«


Erst viel später erfährt Watson, dass
Holmes, dank seiner Kenntnisse
in Bar(t)itsu, den Kampf überlebt hat.